Da in Ravenna die Arianer neben den Katholiken (Orthodoxen) lebten, gibt es u.a. zwei Baptisterien. Das arianische betont die Überzeugung, daß Christus dem Vater untergeordnet und diesem nur wesensähnlich sei.
Dienstag, 15. September 2009
Ravenna - Sant' Apollinare Nuovo
Ravenna, Neu-St.-Apollinaris. Wunderbare Mosaiken zieren das Schiff, darunter die berühmte (wohl älteste) Dreikönigsdarstellung und das Abendmahl am sigma- (=hufeisen-) förmigen Tisch, an dem Jesus nicht in der Mitte sondern am Anfang sitzt (von wegen versus populum!).
Der Barockchor, der bei meinem ersten Besuch noch von der in antiker Form rekonstruierten Apsis verdeckt war, ist nun wieder frei, was dem Raum aber nicht gut tut.
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Ravenna - Mausoleum des Theoderich
Der am byzantinischen Hof aufgewachsene und das römisch Kultivierte durchaus liebende Gotenkönig Theoderich (identisch mit dem legendären Dietrich von Bern) ließ sich dann doch recht germanisch beisetzen.
Ravenna - Sant' Apollinare in Classe
Ravenna - St. Apollinaris in Classe. Ehemaliger Hafenort. Ursprüngliche Grabeskirche des heiligen Apollinaris, der später in Ravenna begraben wurde, dann an den Rhein kam, um dort das gleichnamige Mineralwasser zu erfinden, und nun in Düsseldorfs (!) Stadtpfarrkirche St. Lambertus liegt.
Prächtiger, großzügiger Raum, der nicht nur durch seine Mosaiken, sondern auch durch die schönen Marmorsäulen besticht. Besonders schön finde ich das ehemalige Grab des Heiligen mit dem Altar darauf mitten im Raum.
Arezzo
Arezzo - Aretium - eine schöne mittelitalienische Stadt. Wie üblich mit Stadtmauer, mittelalterlichen Kirchen, Leben auf Straßen und Plätzen. Guido monacho (von Arezzo) hat im 11. Jahrhundert u.a. die Notenlinien und die Tonbezeichnungen "ut - re - mi ..." erfunden und in Sachen Hexachord musiktheoretisch Grundlegendes entwickelt. Die Stadt duldet freundlich Touristen, ist aber vital genug, ihr eigenes Leben zu führen.
Unsere Unterkunft war ein ehemaliges Gemeinschaftslandgut von umliegenden Klöstern, einige hundert Meter über der Stadt gelegen. Sehr nett!
Montag, 14. September 2009
Arezzo - Duomo
Der Dom in Arezzo - ursprünglich stand hier die Benediktinerabtei, in der Guido Monacho lebte - ist Kathedrale des Bischofs von Arezzo-Cortona-San Sepolcro (er fährt, wie wir gesehen haben, einen kleineren japanischen Mittelklassewagen, der mit Bischof rückwärts aus dem Palais kam - gelobt sei die deutsche Kirchensteuer...)
Der Dom ist architektonisch eher eine große Pfarrkirche. Die nördliche Sakraments- und Marienkapelle (mit einem Terrakottarretabel von de la Robbia) wird kräftig genutzt - auch zum Beichten.
Wir waren am Sonntag vor der Giostra del Saracino (=Sarazenenturnier) Zeuge, wie die dem Sieger bestimmte goldene Lanze mit viel Pomp, wunderbaren Kostümen, Bürgermeister, Magistrat und den Vertretern der vier Quartiere auf den Hochaltar gelegt und dann bis zum Sieg an einer Säule verschlossen wurde. Ein Fest für die Sinne... Herrlisch quasi!
Arezzo - Pfarrkirche
Arezzo - Pieve. Die Taufkirche der Stadt aus der Zeit, als die Kathedrale noch außerhalb lag.
Die Fassade mit ihren vielen Säulengalerien ist nicht gerade der Höhepunkt der architektonischen Genialleistungen. Das Hauptportal weis aber bestens erhaltene und sehr schöne frühgotische Monatsbilder auf - in originaler Farbfassung. Innen empfängt den Besucher ein wunderbar sakraler Raum.
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