Samstag, 12. August 2017

Zwolle - Basilika Unserer Lieben Frau

Auf dem Weg nach Ameland...


... hatte ich endlich die Gelegenheit, die Marienbasilika in Zwolle zu besuchen. Ich hatte von einem schön gekachelten Chorraum gehört, der mich interessierte und dann auch nicht enttäuscht hat.


Offenbar auf Sand gebaut:



Die Basilika wurde ab 1394 als Kreuzkirche ohne Seitenschiffe errichtet und durch die Reformation und die Franzosenzeit in den Niederlanden zwischen 1580 und 1810 nicht kirchlich genutzt. Danach wurde sie den Katholiken zurückgegeben. Die dann erfolgte neugotische Ausstattung prägt den Bau. Ich kam am Sonntagvormittag - der Weihrauch vom Hochamt stand noch im Raum.












Donnerstag, 10. August 2017

Urlaub in der Zone (McPom)

Mecklenburg ist eine Reise allein schon wegen der ehemaligen Zisterzienserabteikirche in Bad Doberan wert. Vieles andere ist zu entdecken. Hier einige Eindrücke:






Viel Freude!



Schwerin Dom

Der Schweriner Dom ist die einzige Kathedrale Mecklenburgs (gewesen). Eines der frühesten und zugleich größten erhaltenen Beispiele der norddeutschen Backsteingotik.

Schwerin war Sitz der Herzöge von Meckenburg. Der Dom ist - neben dem Doberaner Münster - ihre Grablege.



Geht man um den Dom herum, sieht man die ungewöhnliche Anlage eines gemeinsamen Daches über den Chorkranzkapellen...



... kann in den Kreuzgang des Domklosters blicken...




... und anderes entdecken...






Der Pfaffenteich (niederdeutsch Papendiek), an Klerikerstiften oft anzutreffen, hat hier besondere Ausmaße; auf ihm verkehrt sogar eine Fähre. Die Versorgung des Klerus mit Fisch am Freitag dürfte also sichergestellt gewesen sein.






Der Sachsenkönig Heinrich der Löwe hatte die slavischen Oboriten unterworfen und das Bistum Mecklenburg wiedererrichtet. Der Löwe ist das Wappentier der Welfen (also eigentlich ein Welpe).




Nun aber in den Dom!








In den lutherischen Kirchen Mecklenburgs darf der Nothelfer Christophorus nie fehlen. Erstaunlich, aber: Geht doch! 







Das Triumphkreuz ist ein Lebensbaum. Es steht in direkter Tradition zur Abtei Doberan.





Die erstaunlich nüchterne und doch wirkungsvolle Farbgebung des Mittelalters könnte in zisterziensischer Tradition stehen, denn die Mönche dieses Ordens haben entscheidenden Anteil an der Evangelisierung und auch Urbarmachung des Landes.




Obwohl lutherisch hat man auch hier eine Zentralkredenz.




Der Hochaltar ist noch Teil der neugotischen Ausstattung. Neugotik ist ja an sich etwas Gutes, aber hier wirkt sie doch sehr schwer und muffig.



Das Chorgestühl kennt zwei Klassen. Das ist in Abteien normal (Mönche - Konversen), aber warum in einer Kathedrale?


   
Die Ladegast-Orgel von 1871:





Taufbecken:



Grabplatte zweier Bischöfe:



Grablege der Herzöge von Mecklenburg:







Das Schweriner Schloß:




In Sachen Kapellengestaltung hat man Geschmack bewiesen - höchstgotisch sozusagen, doch wo ist das Dach?




Das Denkmal Niklots, Gründer der Herzogsgeschlechts:




Rerik St. Johannes

Rerik an der Ostsee hat eine typisch backsteingotische, zur Zeit lutherische Pfarrkirche.

Die frühgotische St. Johannes-Kirche ist besonders sehenswert, weil sie eine (für lutherische Gegenden seltene) barocke Ausstattung hat, die darüber hinaus noch schön ist.
















Opferlichter...














An der Kanzel gibt es eine sinnvolle Einrichtung gegen Logorrhöe:




Weiter nach Schwerin.