Sonntag, 20. Mai 2007

Bunte Kirchen im Bergischen Land

Auf dem Weg durchs Bergische sah ich zufällig durch eine Baumgruppe hindurch einen romanischen Kirchturm.
Neugierig fuhr ich hin und stand vor der kleinen Wehrkirche von Wiedenest, erbaut in Form einer Kreuzschiffbasilika mit mittelalterlichen Fresken im Chor.
Der Raum dieser inzwischen reformierten Kirche war ganz wunderbar - und selbst die Reformierten, die es ja gewöhnlich beherrschen, mit wenigen Handgriffen aus einem schönen Kirchenraum ein biedermeierliches Studierzimmer zu machen, haben dieser Kirche ihre sakrale Atmosphäre nicht nehmen können.
Der Küster, der glücklicherweise gerade in der Kirche arbeitete, wies mich darauf hin, daß es noch mehr "bunte Kirchen" dieser Art in der Umgebung gebe. Es lohnt sich nicht unbedingt, eigens hinzufahren, aber ein Abstecher ist sehr zu empfehlen - v.a. nach Wiedenest und Lieberhagen.

Donnerstag, 17. Mai 2007

Kein Benehmen

... hatten die Meßdiener aus zwei Nachbarpfarreien, die heute an unserem Hochamt teilnahmen.
Am Ende sollten die Teilnehmer einer Meßdienerfreizeit aus unserer und den Nachbarpfarreien den Reisesegen bekommen. Die Messe wurde feierlich mit vielen Meßdienern, Weihrauch und allem drum und dran gefeiert. Es gab an sich genug zu sehen, zu hören und zu riechen, wenn man hätte mitfeiern wollen.
Unsere Meßdiener hatten denn auch am Ende nicht viel mehr als Naserümpfen und Kopfschütteln dafür übrig, daß ihre auswärigen "Kollegen" ständig miteinander redeten - sogar während der Wandlung -, Gebetbücher hinunterfallen ließen und mit den Handtaschenhaken klapperten. Ob sie denn gar nicht glaubten?
Die älteren rieten zur Arroganz: Da müsse man drüber stehen, sich nicht aufregen und sie allenfalls mit einer wohlüberlegten und -plazierten Bemerkung zum Nachdenken bringen.
Ich muß ihnen recht geben. Eine gewisse Abgrenzung in dem Bewußtsein, es wenigstens Ansatzweise verstanden zu haben, worum es geht, ist hilfreich.
Ich gestehe, daß ich stolz auf unsere Meßdiener bin.