Samstag, 16. August 2014

Freitag, 8. August 2014

Steinhausen (Michelstadt) Einhardsbasilika

























Seligenstadt - SS. Marcellinus und Petrus

Seligenstadt hat seinen Namen von den Heiligen Marcellinus und Petrus (gemartert unter Diokletian im 4. Jahrhundert), deren Gebeine hier seit karolingischer Zeit ruhen und die im Römischen Meßkanon genannt werden.

Einhard, Sekrerär und Biograph Kaiser Karls des Großen, hat die Basilika errichtet und eine Benediktinerabtei gegründet. Vierung und Chor sind gotisch erneuert; das Langhaus ist noch von Einhard, der Westbau scheint wilhelminisch-neoromanisch zu sein.

Nicht verschwiegen sei die schöne Tatsache, daß Einhard bereits vorher eine andere Basilika zu Ehren der beiden Heiligen in Steinbach (Michelstadt) errichtet hat (Bilder hier). Da die beiden Heiligen (oder jedenfalls deren Reliquien) mit ihrer neuen Grabstätte nicht glücklich waren, entschloß sich Einhard zum Bau einer zweiten Kirche im heutigen Seligenstadt. Dort lief alles prima: Wunder, Gebetserhörungen, was man als Heiliger eben so macht.

Hier einige Eindrücke (ein paar Bilder habe ich schon vor Jahren bei schlechterem Wetter gemacht, daher die unterschiedlichen Lichtverhältnisse):





Der heilige Priester und Martyrer Marcellinus:


Der heilige Exorzist und Martyrer Petrus:


Das wilhelminische (?) Westwerk:


Karolingisches Langhaus von außen. Der gotische Vierungsturm spricht für sich.



Unter der Zentralkredenz ;-) - der Schrein mit den heiligen Gebeinen:




Der Josephsaltar im Südquerhaus ist bemerkenswert: Der heilige Nährvater wird von Melchisedech und Samuel flankiert:



Der barocke Marienaltar im Nordquerhaus birgt eine gotische Madonna:




Karolingisches Mauerwerk:


Südlich der Kirche befinden sich die Abteigebäude - ein freundlicher, friedlicher Ort.






Ein kurzer Gang führte mich durch die schöne Fachwerkstadt.




Das häßliche Rathaus erinnert mich an postrevolutionäre Mairien in Frankreich.



Wanderung auf die Kampenwand - Gipfel erreicht

Nach einem gescheiterten Versuch ist es mir dann doch gelungen, die Kampenwand zu besteigen.

In diesem Jahr hatte es mir, wie schon bei der Wanderung zur Gedererwand, die Schönheit der Pflanzen angetan. Welche Herrlichkeit verheißt uns der Schöpfer durch seine Geschöpfe! Wir müssen nur genauer hinsehen.

Übrigens:

Nun denn: frisch auf zur Kampenwand!






















Eine kleine Marienkapelle (oder ist es doch ein Bildstock?) - von den Einheimischen "Brotzeit-Madonna" genannt; ich habe tatsächlich ein Brötchen bei ihr gegessen:






Der Weg erfordert irgendwann, den Photoapparat zu verstauen, weil man die Hände zum Gehen braucht. Daher gibt es keine Bilder vom "spannensten" und schönsten Wegstück.




Baumgrenze:




















Diese Distel hat sich ob des herrschenden Klimas entschlossen, im Parterre zu bleiben und dort zu blühen.


















An der Steinlingalm unterhalb des Gipfels.


Es hatte an den Tagen zuvor schlechtes Wetter gegeben. So waren heute alle "aus den Löchern" gekrochen; Berg und Alm waren ziemlich gut besucht.






Ich hätte auch von hier aus sofort zur Sonnenalm gehen können, wo es geniale Käsespätzle gibt. Aber heute war mein Tag: Auf zum Gipfel! Das dauert, wenn man gut ist, eine gute Stunde mehr. Auch hier war es nicht möglich, unterwegs Bilder zu machen. Ich habe aber an den besten Stellen den Photoapparat ausgepackt, sonst glaubt mir das ja keiner. :-)




Das ist - nota bene - ein Weg:












Oben angekommen! 1670 Meter über dem Meer.












Hinunter vom Gipfel ging es zur Sonnenalm und zur Belohnung! Man glaubt nicht, wie das dann schmeckt!


Und die Käsespätzle werden aus diesem Käse gemacht:









Rückweg - nach 6 Stunden und 40 Minuten war ich wieder am Ausgangspunkt. 


Herrlich!




Dann war der Urlaub vorbei. Auf dem Rückweg machte ich Station bei den heiligen Marcellinus und Petrus in Seligenstadt