Samstag, 15. September 2007

LAETIFICAT JUVENTUTEM MEAM


Am 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, traten die Bestimmungen des Motu Proprio SUMMORUM PONTIFICIUM in Kraft, nach denen die Zelebration der hl. Messe nach dem Ordo Originis weitgehend allgemein freigegeben ist.

Aus diesem Anlaß fand sich in der 1249 errichteten Kirche der kleinsten Pfarrei des Bistums Münster, St. Johannes Senden-Venne, eine Gemeinde zur Feier eben dieser Alten Messe ein.

Die Schola kam von der Studentengemeinde Münster, Meßdiener und Organist waren zum Teil aus dem Ruhrgebiet angereist. Interessierte aus den umliegenden Orten waren gekommen. Der Altersdurchschnitt der 24 Mifeiernden lag bei etwa 40 Jahren.
Zelebrant war der Ortspfarrer, der zu diesem Anlaß einen einfach konstruierten mobilen Altaraufsatz als Bank für Kreuz und Leuchter hatte anfertigen lassen.

Der Ritus stand ganz für sich; es wurde kein persönliches Wort gesprochen. Gesungen wurde das komplette Proprium, die "Missa de angelis" (aus pastoralen Gründen...), nach der Messe Adoro te devote, Te Deum und Tantum ergo.

Nicht lateinisch waren nur am Ende der Messe ein Marienlied und ganz zum Schluß "Ein Haus voll Glorie schauet" (auf allgemeinen Wunsch eines einzelnen Herren die alten Strophen mit den Zinnen).

Die ganze Feier dauerte anderthalb Stunden, aber das ist niemandem aufgefallen. Es war eine spirituell tiefe, extrem "belebende" Sache.

Die Zahl der Mitfeiernden zeigt: Zumindest im Münsterland ist die Alte Messe (auf absehbare Zeit) Minderheitenprogramm. Aber die, die sie wünschen, sind mit viel Interesse und Engagement dabei - und deren Altersdurchschnitt ist vielversprechend.

Einige per Elektropost eingegangene Meinungen:

- "Heute abend war ich in der Missa Tridentina in Venne. Eine beeindruckende, würdige Feier! Ich bewundere auch die große Sicherheit der Schola, die sicherlich viel Übung gekostet hat. (...) Meiner Meinung nach ist die lateinische Sprache ein Garant dafür, dass die Kirchenbesucher nicht nur in einer Nabelschau sich selbst bemitleiden, sondern sich dem Opfer auf dem Altar zuwenden. Das haben Sie, meine ich, heute abend auch erreicht. Gern will ich mich aktiv beteiligen, wenn Sie Hilfe brauchen. (...) Mit freundlichem Gruß und dem herzlichen Wunsch, dass Sie weitermachen."

- "Ich kann nach wie vor kaum in Worte fassen, wie sehr mich die gestrige Messe bewegt hat. Es war nicht meine erste Begegnung mit dem tridentinischen Ritus, ganz gewiß nicht! Aber es war gestern etwas anderes. Es war würdig, rund, ohne aufgesetzt zu wirken, ja natürlich. In mir hat sich etwas verändert (...) Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber "selig" trifft es ganz gut! (...) Deine Warnung (...) ist mehr als berechtigt: Es macht (schon beim ersten Mal) süchtig!"

- "Das war wirklich salvatorisch gestern."

- "Liturgie in verständlicher Sprache."

1 Kommentar:

r.fragstein hat gesagt…

Nicht vergessen: Falls es regelmäßige hl. Messen gibt diese bitte auf www.introibo.net/gruppenbildung.htm anmelden!