Freitag, 8. August 2014

Raitenhaslach - ehemalige Zisterzienserabtei

Raitenhaßlach ist eine in typischer Tallage gebaute ehemalige Zisterzienserabtei. Zwar haben die Mönche ihre bis dahin romanische Kirche in der Barockzeit "modernisiert", um nicht zu sagen, bis auf Grund- und Außenmauern völlig neugebaut. Aber wenn man das nicht weiß oder verdrängt, hat die Anlage was. 




In der Portalhalle erwartet den frommen Besucher eine Art katholisch-mechanisches Kasperletheater: Die Kirche sitzt fröhlich triumphierend, gekrönt mit einer Tiara und betrachtet den Herrn in der Monstranz (verlorengegangen...); der oben im Bild zu sehende Auferstandene kann auf Knopfdruck in den Himmel auffahren. Das Heilige Grab war leer. Ich meine, da konnte man auch ein Wunder abrufen, aber das wurde wohl gerade technisch überholt. 






Über einem der beiden Weihwasserbecken: Mose schlägt auf den Felsen. (Das andere zeigt die Taufe Jesu durch Johannes.)








Dieses (ähem) Stück ist jüngst durch den amtierenden (scheidenden) Pfarrer angeschafft worden. Auf einem in der Kirche ausliegenden Gedenkbild zu seinem Priesterjubiläum heißt es "beauftragt zum priesterlichen Dienst". Er meint vermutlich die Priesterweihe.


Der Altar ist an sich schön und edel - und bemerkenswert klar und nüchtern geschmückt (die Kerzen sind zur dick). Nur zur Barockkirche paßt er nicht. Vielleicht hätte man bei einem Provisorium bleiben sollen?





Man muß Barock nicht mögen, aber Deko kann er.








Hier gehts auf die Kampenwand.

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