Donnerstag, 10. August 2017

Rostock

Die mecklenburgische Hafen- und Hansestadt Rostock ist eine slawische Gründung, hat heute aber das Gesicht einer deutschen/sächsischen Stadt (Geschichte). Rund um die Petrikirche und den Alten Markt ließen sich Kaufleute (Holsteiner, Sachsen, Westfalen, Dänen und Slawen) nieder. 

Die historische Stadt - später unter dem Kaplan an St. Petri, Joachim Slüter, zum Luthertum übergegangen - hatte vier Pfarrkirchen, von denen noch drei stehen. (Überblick)











Lutherisches Retabel:



Taufbrunnen:



Nördliches Seitenschiff/Kapelle:



Blick zu St. Nikolai:



Blick zu St. Marien:



St. Nikolai ist heute nur noch zum Teil eine Kirche. Ich konnte leider nicht hinein.











Der Chor erstreckt sich über eine Gasse. Man beachte das Bild des heiligen Nikolaus.





Aufbau Ost:



Hinüber in den jüngeren Teil der Altstadt, der heutigen Stadtmitte:

Das Kuhtor:





Das Steintor:





Der Neue Markt mit der St. Marien-Kirche:





Die St. Michaelis-Kapelle, ehedem Fraterhaus der Brüder vom Gemeinsamen Leben, heute im Ostteil methodistische Kirche.







Die Kröpeliner Straße, sozusagen der Cardo der Rostocker Innenstadt.



Universität:



Zum Heiligenkreuzkloster (Zisterzienserinnenabtei), 1270 von der dänischen Königin Margarthe gegründet:

















Interessantes liturgisches Möbel:




Heute wird das Gotteshaus als Universitätskirche genutzt, daher/dafür auch die neue Orgel:


Der Nothelfer St. Christophorus im mittleren Chorfenster. ;-)



Heiliger Kaiser Wilhelm, o. p. n.!



Grabplatte einer Äbtissin - schaut doch ganz mucker drein.




In der Brust des Triumphkreuz-Cruzifixus befindet sich - bis heute! - ein Splitter des wahren Kreuzes Christi, die von Königin Margarethe gestiftete Gründungsreliquie des Klosters.







Hier stand einmal St. Jakobi - 1960 von der SED/DDR-Herrschaft abgerissen.








Nach St. Marien, der größten Kirche Rostocks, die den Vergleich mit Kathedralen nicht scheuen muß. Geld der Hanse... Zur Zeit lutherisch. ;-)





Orientierungshilfe:



Glasierte Backsteine und Glasfenster im Sonnenglanz:



St. Marien, Blick durchs Querhaus nach Norden (dies ist nicht der Hochchor!):







Querhaus nach Süden:



Hochchor:





Altar in einer Chorkranzkapelle:



Die astronomische Uhr hinter dem Hochaltar:






Die Uhrscheibe wir bald erneuert, da die Ostertermine sich nicht in einen ewigen Kalender einordnen lassen. Interessant sind die alten (nordalpinen) Daten der Heiligenfeste. Der Streit, ob nun Heinrich an seinem Sterbetag, dem 13. oder an seinem Begräbnistag, dem 15. Juli zu feiern sei, erfährt hier eine bereichernde Antwort: Beides geht nicht, daher am 12. (Zum Fest der Teilung der Apostel.)



Das Taufbecken kann was:





Oben am Deckel die (klugen) Jungfrauen:



Im unteren Register der Kesselwand die Geburtsgeschichte Christi:



Im oberen Register die Passion:




Getragen wird das Taufbecken von den vier Elementen, hier das Wasser:


Der gotische Hochaltar, heute durch einen barocken ersetzt, steht im Nordquerhaus.



Nordapsis:









Überfahrt über die Warnow in Warnemünde... Blick nach Norden zur Ostsee:



Blick nach Süden Richtung Rostock:



Weiter nach Rerik, St. Johannes.

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