Donnerstag, 30. Oktober 2014

Regensburg Dom

Regensburg, Ratisbona, eine alte Römerstadt (Regina Castra), der man das bis heute anmerkt, einst Sitz des Ständigen Reichstages, architektonisch vor allem gotisch-mittelalterlich geprägt (auch bei den Profanbauten), was in Bayern bemerkenswert ist. Die Stadt ist eine Reise wert!






Der Dom St. Peter ist von edler Gotik: ein erhabener Bau, der mit den französischen Kathedralen locker mithält. Die Fenster sind großenteils aus dem Mittelalter erhalten.






Ein König reitet auf einem Bären.




Ein anderer (sein Nachbar tuts auch) auf einem Löwen.




Südliches Westportal-Tympanon:




Verkündigung am Hauptportal:




Heimsuchung ebenda:




Trumeaupfeiler am Hauptportal.






Hauptportal.




Nördliches Westportal, Tympanon: Die Gabe des Gesetzes an Mose.
















Taufbecken.






Erzengel Gabriel am Vierungspfeiler (Verkündigungsszene - gegenüber steht Maria)











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Regensburg Niedermünster














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Samstag, 27. September 2014

Hochaltar des Münsterschen Domes - Festtagsseite

Am 30. September 1264 wurde der dritte Dom in Münster geweiht, der, von den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau abgesehen, bis heute steht.

Das westfälische Bistum feiert das 750jährige Weihejubiläum am "Wochenende" davor (!). Dazu ist der Hochaltar von Gerhard Gröninger von 1619-1622, der seit den 1940er Jahren nicht nur am Westende des Domes, sondern auch noch falsch herum (nämlich gewestet) steht, geöffnet und mit den Reliquiaren bestückt worden, die sonst in der Domschatzkammer aufbewahrt werden.

Das dazu erschienenen Gebetsbild (in der Form eines Flügelaltars) habe ich eingescannt. Es zeigt oben die meist zu sehende "Sonntagsseite" ohne die beiden Seitenflügel. Die Werktagsseite ist nicht zu sehen. Die Festtagsseite ist in der unteren Bildhälfte wiedergegeben. 

Das Reliquienretabel ist ein aus Marmor gearbeiteter Rennaissance-"Setzkasten". Er schlägt den Betrachter unmittelbar in den Bann: Heiligkeit, Kostbarkeit, Würde, Eleganz... Wunderbar!

Für die Altarflügel hat im 17. Jahrhundert übrigens auch ein gewisser Peter Paul Rubens ein Angebot abgegeben, das aber angelehnt wurde. Stattdessen nahm man den um ein drittel billigeren Adrian van Bogart (bekannt, oder? ;-) ), den man auch noch herunterhandelte. Dementsprechend ist es dann auch geworden... Aber das Reliquienretabel ist wirklich eine Reise wert - man sieht es noch bis zum 28. 9. und dann wieder an Feiertagen nach der nächsten Domrenovierung im Hochchor. ;-)

Wer in diesen Tagen (noch bis Sonntag, 28. 9. 2014) die Gelegenheit hat, nach Münster zu fahren, sollte dies unbedingt tun!






Donnerstag, 25. September 2014

Glaube braucht Mut

In diesen Wochen islamistischer Gewalt machen sich nicht wenige "laue" Christen Gedanken über ihren Glauben. Das merke ich in vielen Gesprächen. Ich hörte vorige Tage von einem jungen Mann, der lange nicht zur Kirche ging, dies nun aber wieder regelmäßig tut. Wer zu glauben wagen will, braucht man Mut. Der Verstand fragt und wendet manches ein. Doch der Verstand kann auch "bis an die Schwelle" des Glaubens führen. An dieser Schwelle aber geht es nicht weiter ohne einen mutigen Schritt.

In der Lesehore zum Donnerstag der 25. Woche im Jahreskreis fand ich diesen wunderbaren Text dazu.

Dienstag, 2. September 2014

Entdeckung auf Sylt

Zu einer tiefen Meditation über den Zustand der Kirche geht es hier.

Sonntag, 17. August 2014

So ist es im Himmel

Der heilige Thomas erklärt es hier schlüssig.

Freitag, 8. August 2014

Seligenstadt - SS. Marcellinus und Petrus

Seligenstadt hat seinen Namen von den Heiligen Marcellinus und Petrus (gemartert unter Diokletian im 4. Jahrhundert), deren Gebeine hier seit karolingischer Zeit ruhen und die im Römischen Meßkanon genannt werden.

Einhard, Sekrerär und Biograph Kaiser Karls des Großen, hat die Basilika errichtet und eine Benediktinerabtei gegründet. Vierung und Chor sind gotisch erneuert; das Langhaus ist noch von Einhard, der Westbau scheint wilhelminisch-neoromanisch zu sein.

Nicht verschwiegen sei die schöne Tatsache, daß Einhard bereits vorher eine andere Basilika zu Ehren der beiden Heiligen in Steinbach (Michelstadt) errichtet hat (Bilder hier). Da die beiden Heiligen (oder jedenfalls deren Reliquien) mit ihrer neuen Grabstätte nicht glücklich waren, entschloß sich Einhard zum Bau einer zweiten Kirche im heutigen Seligenstadt. Dort lief alles prima: Wunder, Gebetserhörungen, was man als Heiliger eben so macht.

Hier einige Eindrücke (ein paar Bilder habe ich schon vor Jahren bei schlechterem Wetter gemacht, daher die unterschiedlichen Lichtverhältnisse):





Der heilige Priester und Martyrer Marcellinus:


Der heilige Exorzist und Martyrer Petrus:


Das wilhelminische (?) Westwerk:


Karolingisches Langhaus von außen. Der gotische Vierungsturm spricht für sich.



Unter der Zentralkredenz ;-) - der Schrein mit den heiligen Gebeinen:




Der Josephsaltar im Südquerhaus ist bemerkenswert: Der heilige Nährvater wird von Melchisedech und Samuel flankiert:



Der barocke Marienaltar im Nordquerhaus birgt eine gotische Madonna:




Karolingisches Mauerwerk:


Südlich der Kirche befinden sich die Abteigebäude - ein freundlicher, friedlicher Ort.






Ein kurzer Gang führte mich durch die schöne Fachwerkstadt.




Das Rathaus erinnert mich an postrevolutionäre Mairien in Frankreich.