Samstag, 28. September 2013

Bari - Stadt des heiligen Nikolaus von Myra

Bari ist eine Küsten- und Hafenstadt. Sie beherbergt neben dem in Apulien üblichen "schwäbischen" Kastell (ausgebaut 1233-1240 von Kaiser Friedrich II., der hier den hl. Franziskus getroffen haben soll) gleich zwei bedeutende normannische Kirchen: den Dom und die Grabesbasilika des Heiligen Bischofs Nikolaus. († am 6. Dezember 342/343 in seiner Bischofsstadt Myra, dem heuten Demre in der Türkei)

Nikolaus wird schon im 6. Jahrhundert als Wundertäter hoch verehrt, vor allem in der Ostkirche, seit dem 10. Jahrhundert, als Kaiser Otto II. die Griechin Theophanu geheiratet hatte, nimmt seine Verehrung auch im Westen, selbst in den reformierten Niederlanden, kein Ende. 

Am 9. Mai 1087 kommen seine nach mehreren muslimischen Zerstörungen Myras geretteten (oder gestohlenen) Gebeine nach Bari. Dem Schutzpatron der Schiffer, Kaufleute, Bäcker, Juristen, Studenten/Schüler wird eine neue und prächtige Grabeskirche gebaut, die bis heute viele Pilger anzieht, nicht zuletzt Russen.

Die Kathedrale, Bischofskirche, von Bari: 


Bari, Kathedrale

Bari, Kathedrale

Bari, Kathedrale

Bari, Kathedrale

Bari, Kathedrale, Ambo

Bari, Kathedrale

Bari, Kathedrale


Bari, Kathedrale, Tabernakel

In der Krypta liegt unter anderem die heilige Columba, eine Römerin, die im Jahr 273 in Sens das Martyrium für Christus erlitt. Sieht noch ganz gut aus für ihr Alter. Nur die Nase...



Bari, Kathedrale, Krypta, Hl. Columba

Bari, Kathedrale

Bari, Kathedrale, Apsisfenster

Bari, Kathedrale, Apsisfenster
Die enthauptete Sphinx hält ihren Kopf. 

Bari, Kathedrale, Nordquerhaus

Bari, Kathedrale, Langhaus von Nord

Bari, Kathedrale, Sakristei (ehem. Zisterne?)



Bari, Bischofspalast

Bari

Wie überall am Mittelmeer versuchten die Venezianer auch hier, Einfluß zu gewinnen. Ähnlich, wie die Paderborner alle ihre im Ausland gebauten Kirchen dem heiligen Liborius weihen, erbauten sie hier eine kleine Markuskirche, die leider geschlossen war, aber einen schönen Markuslöwen hat:



Bari, San Marco

Nun zur Grabeskirche des heiligen Nikolaus:


Bari, San Nicola

Bari, San Nicola, Tympanon

Bari, San Nicola

Bari, San Nicola, Ikonostase

Bari, San Nicola

 
Bari, San Nicola


Bari, San Nicola, Ziborium


Bari, San Nicola, Ziborium


Bari, San Nicola, Kathedra

Bari, San Nicola, Altartafel von Vivarini (1476)
Maria mit Christuskind und Heiligen

Bari, San Nicola, Krypta, Altar über dem Grab des hl. Nikolaus

Bari

Bari, Alter Hafen, Chiesa della Vallisa

Auf der Piazza Mercantile, dem "Handelsplatz" in der Altstadt, steht eine Schandsäule, an der Bankrotteure zur Schau gestellt wurden, um damit deren geschädigten Klienten die Gelegenheit zu geben, sie öffentlich zu beschimpfen und anzuspucken. Ein interessanter Beitrag zum Thema Bankenpleite und Eurokrise. Früher war alles besser!



Bari, Colonna della Giustizia

1 Kommentar:

Stanislaus hat gesagt…

Bari muß man im Mai zur Translatio gesehen und erlebt haben!