Montag, 1. August 2011
Himmel und Hölle
Sonntag, 20. März 2011
Paramente am Karfreitag
Durch die Anfrage eines Freundes habe ich mich mit den Paramenten beschäftigt, die zur Liturgie vom Leiden und Sterben des Herrn am Karfreitag getragen wurden. Falls jemand mal die gleiche Frage hat und danach gugelt, setze ich das Ergebnis ins Netz:
Nach dem Schott von 1941 - vor allen neuzeitlichen Reformen - tragen Priester, Diakon und Subdiakon zu Beginn Kasel, Dalamtik und Tunicella in schwarzer Farbe. Zur Kreuzenthüllung legt der Priester das Meßgewand ab. Für die Missa Praesanctificatorum (Kommunionfeier) wird er es sicher wieder angelegt haben, aber der Schott sagt nicht, wann; ich vermute, bevor das Allerheiligste geholt wird.
Im Missale von 1957 (also nach der Reform der Karwoche unter Pius XII.) ziehen Priester, Diakon und Subdiakon nur mit Amikt, Albe, Zingulum und schwarzen Stolen (außer beim Subdiakon) ein. Sie legen zu den Fürbitten Chormantel (!), Dalmatik und Tunicella in schwarzer Farbe an, die sie zur Kreuzenthüllung wieder ablegen. Nach der Kreuzverehrung legen sie violette Stolen und Gewänder an; der Priester trägt Kasel.
Im Missale Pauls VI. von 1969/70 dann trägt der Priester von Anfang bis Ende ein rotes Meßgewand. Edle Einfalt, stille Größe...
Übrigens: In Mailand hat man im 12. Jh. am Karfreitag Rot getragen.
Freitag, 4. März 2011
Im Himmelreich
Wie gut, daß es das Netz gibt: Ich schaute beim Sender nach, wie das Stück hieß, und fand eine fast gleiche Einspielung der Gruppe "Triakel" im Netz:
Das Lied heißt "i himmelen" und wird auch als "Allerheiligenpsalm" bezeichnet. Der Dichter der Verse ist ein Laurentius Laurenti(i) (Laurinus), Lorenz Lorenzen, von denen es gleich zwei oder drei gegeben zu haben scheint, die alle lutherische Pfarrer (præst) im Norden gewesen sind.
Den schwedischen Originaltext und verschiedene Fassungen findet man hier.
Inzwischen habe ich die Übersetzung von Wilhelm Thomas aus dem nordelbischen Gesangbuch bekommen, wo das Lied vier Strophen hat. Daran angefügt habe ich zwei Strophen in der Übertragung von Edvard Grieg. Hier nun also das Ergebnis:
2. Im Himmelreich, im Himmelreich,
wie strahlt das Licht so rein
T. Laurentius Laurentii (Laurinus) 1622
Übersetzung: Strophen 1-4: Wilhelm Thomas, Gesangbuch der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche Nr. 643; Strophen 5+6: Edvard Grieg
Samstag, 26. Februar 2011
Osten
Und hier kann man herausfinden, welche Richtung die Baulinie für den jeweiligen Standort und das Datum des Patroziniums bekommen muß, wenn man sich nach dem gregorianischen Kalender richten will.
Geht doch!
Sonntag, 6. Februar 2011
Voll-Tatoo
Mittwoch, 29. Dezember 2010
Totenbild von 1943
Donnerstag, 21. Oktober 2010
Bruder-Klaus-Kapelle
Rolduc
Die Kirche ist wunderbar "vollständig":
Sonntag, 29. August 2010
Urlaub am Chiemsee
| Sonnenaufgang über Bernau |
Sonntag, 18. Juli 2010
Besuch aus Amerika
Der Priester, Pfarrer in St. Rita, Rockfort, Illinois, Dechant und Monsignore, ein sehr angenehmer und vornehmer Mensch, hat familiäre Wurzeln in unserm Dorf. Darum waren sie hier.
Er wollte in der Vorabendmesse konzelebrieren und fragte, ob es möglich sei, den Meßkanon - möglichst den römischen (I.) - einschließlich Vaterunser in Latein zu beten.
Er berichtete, daß sein Bischof sehr am Herzen liege, daß die lateinische Tradition nicht absterbe und daß auch die Gläubigen, die die Alte Messe lieben, einen legitimen Platz in jedem Dekanat dafür finden.
Die Gruppe kam eine Stunde vor der Messe zur Kirchenführung. Abgesehen von den für uns Europäer eher merkwürdigen Begrüßungsformen ("Hello, I'm John. How are you?") waren die Leute sehr sympathisch.
Wirklich berührt war ich davon, daß man sich im Katholischsein sofort nahe und einig war. Der gleiche Glaube, der gleiche Geist, die gleichen Formen. Das war schön!
Ein Freund, dem ich das erzählte, sagte, das sei das Prinzip von McDonald's: Überall auf der Welt finde man das gleiche an und fühle sich deshalb sicher und zu Hause. Der Unterschied ist nur der Inhalt und dessen Qualität...
Donnerstag, 27. Mai 2010
Lourdes Pfingsten 2010
Wer dort war, weiß, daß Lourdes anders ist. Zwei Dinge beeindrucken besonders: das dichte Gebetsleben an der Grotte - dort "brummt es wie ein Trafohäuschen" - und die vielen Kranken und Behinderten, die in allem den Vorrang haben, wodurch sich eine Atmosphäre der Hilfsbereitschaft und des Friedens verbreitet.
In diesem Jahr fand zu Pfingsten die internationale Soldatenwallfahrt statt. Die Kirche aus allen Völkern und Nationen war zu sehen (Uniformen, Fahnen) und zu hören (Sprachen, Musik). Echte Hingucker waren die fünfzehn Schweizergardisten aus dem Vatikan und die irischen Dudelsackspieler in orangenen Röcken.
Sechs Musiker des Heeresmusikcorps gaben für uns am Samstag ein Platzkonzert, das in Partyliedern, Tanz und einer Polonaise gipfelte. Am Sonntag kamen dann die Iren und die Spanier auf unsere Station, um ihre Dudelsackkünste zum besten zu geben - sehr zur Freude aller.Bilder und Kurzvideos finden sich hier (die hier zu sehenden Photos stammen aus dieser Quelle) und hier.






